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Femen
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Femen (ukrainisch Đ€Đ”ĐŒĐ”Đœ, in Eigenschreibweise FEMEN) ist eine am 11. April 2008 in der ukrainischen Hauptstadt Kiew gegrĂŒndete Gruppe, die sich als feministisch definiert und durch provokante Aktionen internationale Beachtung gewonnen hat. GrĂŒnderin und Leiterin der Gruppe ist Hanna Huzol. Zu den prominentesten Aktivistinnen gehören Inna Schewtschenko, Alexandra Schewtschenko und Oksana Schatschko (1987–2018).

Das Markenzeichen von Femen sind seit 2010 Oben-ohne-Aktionen, bei denen die Aktivistinnen ihre nackten Oberkörper mit Parolen bemalt haben und BlumenkrĂ€nze im Haar tragen. FĂŒr diese Aktionsform wird von Femen auch die Bezeichnung Sextremismus verwendet.cite-ref-1[1]cite-ref-taz-befreien-2-0[2] Femen bezeichnet sich selbst als neue globale Frauenbewegung.cite-ref-3[3]

Contents

‱ Bilder
‱ Rezeption
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Entwicklung und Ziele

Die Kombination von nackten BrĂŒsten und politischen Aktionen ist nicht neu. FĂŒr die 68er-Generation war das Ausziehen ein Teil des Aufbegehrens gegen das Establish­ment. Das Busenattentat auf Theodor W. Adorno war als studentisches Happening in einem großen Hörsaal geplant, das den linken Aktivistinnen und Organisatoren im Nachgang jedoch peinlich war. Vor diesem Hintergrund ist 40 Jahre spĂ€ter die Femen-Bewegung einzuordnen, die diese Aktionsform in den letzten Jahren professionalisierte.cite-ref-4[4]cite-ref-5[5]

Die Organisation tritt fĂŒr Frauenrechte ein. Die Aktivistinnen von Femen sind vor allem junge Frauen, oft Studentinnen. Nach der GrĂŒndung 2008 war Femen zunĂ€chst nur in der Ukraine aktiv und wandte sich mit der Parole „Die Ukraine ist kein Bordell“ (ĐŁĐșŃ€Đ°Ń—ĐœĐ° — ĐœĐ” Đ±ĐŸŃ€ĐŽĐ”Đ»ŃŒ!) gegen Sextourismus und ZuhĂ€lterei. Gleichzeitig wurde die Bestrafung von MĂ€nnern gefordert, die Dienstleistungen von Prostituierten in Anspruch nehmen. Femen erlangte rasch internationale Beachtung.cite-ref-6[6] Bislang verwehrte das ukrainische Justizministerium der Gruppe die Anerkennung als Organisation, da ihre Ziele als „Aufruf zur Störung der öffentlichen Ordnung“ aufgefasst werden könnten.cite-ref-7[7] Nach Aussage von Hanna Huzol will Femen die „grĂ¶ĂŸte und einflussreichste feministische Organisation Europas“ werden.cite-ref-8[8] Nach den Worten von Inna Schewtschenko ist „der klassische Feminismus eine kranke alte Frau, er funktioniert nicht mehr. Er ist in der Welt der Konferenzen und BĂŒcher steckengeblieben.“cite-ref-9[9] Seit 2011 fĂŒhrt die Organisation auch in anderen LĂ€ndern Aktionen durch. 2012 eröffnete Femen in Paris einen auch als „internationales Ausbildungszentrum“ bezeichneten Übungsraum, in dem wöchentliche Trainingseinheiten fĂŒr Femen-Aktivistinnen abgehalten werden.cite-ref-10[10]cite-ref-11[11] Seit 2012 existieren auch in Deutschland zwei Gruppen von Femen, in Hamburg und Berlin.cite-ref-12[12] Im Juni 2013 wurde der in Siegen registrierte Verein „Femen Germany e. V.“ gegrĂŒndet. Über den Verein kann die Gruppe u. a. Spenden zur Finanzierung der VereinstĂ€tigkeit akquirieren.cite-ref-13[13] 2013 verließen mehrere Femen-FĂŒhrungsmitglieder die Ukraine und beantragten politisches Asyl in Frankreich. Die Organisation wird seitdem von Paris aus gefĂŒhrt.cite-ref-14[14] Im September 2013 wurde die weltweite Mitgliederzahl mit rund 300 angegeben,cite-ref-15[15] Femen-Gruppen gibt es bereits in mindestens zehn LĂ€ndern.cite-ref-16[16]cite-ref-17[17] „Wegen unterschiedlicher Sichtweisen zur internen Organisation der internationalen Bewegung“ löste sich im September 2013 die belgische Femen-Gruppe nach nur wenigen Monaten des Bestehens auf.cite-ref-18[18]

Im Juli 2013 wurde die Pariser Zentrale der Organisation bei einem Brand teilweise zerstört.cite-ref-19[19]cite-ref-20[20]cite-ref-21[21] Femen besetzte daraufhin im November 2013 ein nicht mehr genutztes GebĂ€ude in Clichy nordwestlich von Paris. Im Juli 2014 ordnete ein Gericht an, dass die Gruppe das GebĂ€ude verlassen mĂŒsse.cite-ref-22[22]

AusgewÀhlte Aktionen

In der Ukraine

‱ August 2008: Etwa 50 Aktivistinnen der Gruppe versammelten sich in Kiew auf dem Platz der UnabhĂ€ngigkeit (Majdan). Unter der Losung „Die Ukraine ist kein Bordell“ protestieren sie gegen Sextourismus.cite-ref-aktion-aug2008-die-presse-23-0[23]

‱ 2009: Ähnliche Aktionen wurden in Kiew vor der tĂŒrkischen Botschaft und auf dem Chreschtschatyk wiederholt.cite-ref-aktion-2009-spon-24-0[24]

‱ Februar 2010: Erster Oben-ohne-Protest der Gruppe im Kiewer Wahllokal des PrĂ€sidentschaftskandidaten Wiktor Janukowytsch kurz vor dessen Stimmabgabe.cite-ref-25[25]cite-ref-26[26]

‱ Februar 2011: Aktion vor der italienischen Botschaft in Kiew gegen das von Silvio Berlusconi vermittelte Frauenbild in Italien.cite-ref-aktion-15feb2011-cafekabel-27-0[27]

‱ Mai 2011: Aktion gegen Kinderhandel und Leihmutterschaft.cite-ref-aktion-31mai2011-medwedew-28-0[28]

‱ Oktober 2011: Aktion gegen die Organisation der Fußball-Europameisterschaft 2012.cite-ref-aktion-9okt2011-medwedew-29-0[29]

‱ August 2012: Aus Protest gegen den Gerichtsprozess gegen drei Aktivistinnen von „Pussy Riot“ in Russland zerstörte Inna Schewtschenko mit einer MotorsĂ€ge ein oberhalb von Kiew zum Gedenken an die Opfer des Stalinregimes aufgestelltes, vier Meter großes Holzkreuz.cite-ref-30[30] Sie verließ anschließend die Ukraine und ging nach Frankreich, wo ihr im Sommer 2013 als erster Femen-Aktivistin politisches Asyl gewĂ€hrt wurde.cite-ref-31[31]cite-ref-32[32]

‱ MĂ€rz 2014: WĂ€hrend der Annexion der Krim durch Russland 2014 protestierten zwei Femen-Aktivistinnen gegen den Einmarsch Russlands auf der Krim.cite-ref-33[33]

In Deutschland

‱ 24. Oktober 2012: Protestaktion in dem IKEA-Einrichtungshaus Hamburg-Moorfleet gegen das Wegretuschieren aller weiblichen Personen in ihrem Katalog fĂŒr Saudi-Arabien.cite-ref-welt-110223812-34-0[34]
‱ 25. November 2012: Protestaktionen gegen Prostitution und Menschenhandel in Deutschland vor dem Kölner Bordell Pascha.cite-ref-35[35]
‱ Bei der Berlinale 2013 stĂŒrmten halbnackte Femen-Aktivistinnen den roten Teppich, um auf das Thema weibliche GenitalverstĂŒmmelungen aufmerksam zu machen.
‱ Am 25. Januar 2013 protestierten zehn Aktivistinnen in der Hamburger Herbertstraße gegen Prostitution, Menschenhandel und die Sexindustrie.cite-ref-36[36]
‱ Februar 2013: Femen beteiligte sich in Berlin an einer Demonstration gegen die rechtsextreme NPD.cite-ref-37[37]
‱ Am 4. April 2013 Protestdemonstration vor der Berliner Ahmadiyya-Moschee im Rahmen des europaweiten Topless Jihad Day,cite-ref-aktion-4apr2013-stern-38-0[38] unter anderem gegen die UnterdrĂŒckung von Frauenrechten in islamischen LĂ€ndern.cite-ref-aktion-4apr2013-morgenpost-39-0[39]cite-ref-aktion-4apr2013-dtoday-40-0[40]
‱ Am 8. April 2013 bestĂŒrmten fĂŒnf Aktivistinnen auf der Hannover Messe in Anwesenheit von Kanzlerin Angela Merkel den russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin und trugen dabei SchriftzĂŒge wie „Fuck Putin“ auf den nackten Oberkörpern.cite-ref-aktion-8apr2013-handelsblatt-41-0[41]cite-ref-aktion-8apr2013-guardian-42-0[42]
‱ 16. Mai 2013: Die Femen-Aktivistin Klara Martens protestierte vor dem Berlin GeschĂ€ft Barbie Dreamhouse wĂ€hrend dessen Eröffnung gegen das einseitige Rollenbild des Spielzeuges; auf ihrem Oberkörper stand „LIFE IN PLASTIC IS NOT FANTASTIC“.cite-ref-spon-900301-43-0[43]
‱ Am 30. Mai 2013 stĂŒrmten die Aktivistinnen Hellen Langhorst und Zana Ramadani, deren nackte Oberkörper mit den SchriftzĂŒgen „SADISTIC SHOW“ und „HEIDI HORROR PICTURE SHOW“ bemalt waren, die BĂŒhne der SAP Arena in Mannheim, wo das Finale der Sendung Germany’s Next Topmodel stattfand.cite-ref-44[44]cite-ref-45[45]cite-ref-46[46]cite-ref-47[47]
‱ Im Juni 2013 grĂŒndete die deutsche FEMEN Gruppe den gemeinnĂŒtzigen Verein FEMEN Germany e. V.
‱ Am 27. November 2013 ketteten sich fĂŒnf Aktivistinnen vor dem Berliner Großbordell Artemis an, um menschenverachtende ZustĂ€nde in der Sexindustrie anzuprangern und fĂŒr die völlige Abschaffung von Prostitution einzutreten. Laut Aussage von Femen werde den Prostituierten im Artemis vorgeschrieben, Oralverkehr ohne Kondom anzubieten.cite-ref-48[48] Die Aktivistinnen blockierten etwa 30 Minuten lang den Eingang zum Bordell. Beschriftet waren sie unter anderem mit „Don't cum on human rights“ und „Go rape yourself“.cite-ref-49[49]
‱ Am 11. Dezember 2013 stĂŒrmten zwei halbnackte Aktivistinnen und zwei Aktivisten die BĂŒhne der Live-Fernsehsendung Markus Lanz und demonstrierten gegen die menschenunwĂŒrdigen Arbeitsbedingungen in Katar im Rahmen der Vorbereitung zur Fußball-WM 2022.cite-ref-50[50]
‱ Am 25. Dezember 2013 sprang Josephine Witt wĂ€hrend einer Weihnachtsmesse im Kölner Dom auf den Altar und rief „Ich bin Gott“ und „Ich glaube an die Gleichheit aller Menschen“, bevor sie von Domschweizern beiseite gezogen und zu Boden gebracht wurde. Auf ihrem entblĂ¶ĂŸten Oberkörper war der Slogan „I am God“ aufgemalt.cite-ref-51[51] Nach Angaben der Aktivistin richtete sich die Aktion gegen das „Machtmonopol der katholischen Kirche“.cite-ref-52[52] Ein Jahr spĂ€ter wurde Witt vor dem Amtsgericht Köln wegen grober Störung der ReligionsausĂŒbung zu einer Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt,cite-ref-53[53] in der Berufungsverhandlung vor dem Landgericht Köln zu 600 Euro.cite-ref-54[54]
‱ Am 20. MĂ€rz 2014 stĂŒrmten drei barbusige Aktivistinnen eine Diskussionsveranstaltung im Berliner Roten Rathaus im Rahmen einer vom Regierenden BĂŒrgermeister der Stadt eingeladenen und von der „Initiative Berliner Muslime“ (IBMUS) durchgefĂŒhrten „Islamwoche“. Der Protest richtete sich u. a. gegen die Teilnahme des Hamburger Schura-Vorsitzenden Mustafa Yoldas, der der MillĂź-GörĂŒĆŸ-Bewegung zugerechnet wird, und gegen die Teilnahme weiterer, des Islamismus verdĂ€chtigter Organisationen, die im Vorfeld der Veranstaltung kritisiert worden war.cite-ref-55[55] Die Frauen riefen Parolen gegen die Scharia und forderten auf ihren Körpern die „Trennung von Staat und Religion“, „Fuck Sharia“ und „Stop Religious Oppression“ (Stop religiöser UnterdrĂŒckung).cite-ref-56[56]
‱ Am 3. Juli 2014 störten drei Femen-Aktivistinnen die Eröffnung des Großbordells Paradise in SaarbrĂŒcken. Als Evas verkleidet warfen sie mit Äpfeln, um – in Anspielung auf den biblischen SĂŒndenfall – MĂ€nner aus dem Paradies zu vertreiben.cite-ref-57[57]
‱ Am 27. Oktober 2014 protestierten drei Aktivistinnen vor der Iranische Botschaft in Berlin. Sie machten damit auf die Hinrichtung einer jungen Iranerin aufmerksam, die in Notwehr ihren Vergewaltiger tötete. Zwei Aktivistinnen wurden von der dritten am Zaun des BotschaftsgelĂ€ndes „erhĂ€ngt“. Sie symbolisierten damit die „Scharia Law“ (Henker) und als ErhĂ€ngte: „Reyhaneh Jabbari“ und die „Humanrights“. Die Bezeichnungen hatten sie mit schwarzer Farbe auf ihre nackten Oberkörper gemalt.cite-ref-58[58]
‱ Am 14. August 2015 schraubten die zwei Aktivistinnen ein Schild mit der Aufschrift „Against Women’s Rights – Amnesty International“ an den Eingang des Amnesty International Hauptsitzes in Berlin an, um dagegen die auf Legalisierung von Prostitution zielende neue Richtung der Menschenrechtsorganisation zu protestieren.cite-ref-59[59]
‱ 19. September 2015: WĂ€hrend der Marsch fĂŒr das Leben sich zum Abschlussgottesdienst im Lustgarten einfindet, ließen drei Aktivistinnen einen 8 × 12 m Banner vom Balkon des Berliner Doms herab mit der Aufschrift „Thank god I can abort“, zu deutsch: „Gott sei dank kann ich abtreiben“cite-ref-60[60]
‱ Am 16. Oktober 2015 stĂŒrmten drei Femen-Angehörige die ShowbĂŒhne der Erotikmesse Venus Berlin. Zwei von ihnen spritzten mit Wasserpistolen in Form von Penissen in das ĂŒberwiegend mĂ€nnliche Publikum, wĂ€hrend die dritte Aktivistin davon Fotos machte, um den Zuschauern den Spiegel vorzuhalten. Femen kritisierte damit die Objektifizierung der Frauen auf der Messe und in der Pornoindustrie.cite-ref-welt-147757325-61-0[61]

In anderen LĂ€ndern

‱ Oktober 2011: Drei Femen-Aktivistinnen posierten als HausmĂ€dchen verkleidet in Paris vor dem Haus von Dominique Strauss-Kahn, um ihn als Sexisten zu brandmarken.cite-ref-aktion-1nov2011-der-freitag-62-0[62]
‱ Dezember 2011: Femen schloss sich in Moskau den Protesten nach den russischen Parlamentswahlen an.cite-ref-aktion-9dez2011-stern-63-0[63]
‱ Dezember 2011: Protest in der belarussischen Hauptstadt Minsk gegen PrĂ€sident Aljaksandr Lukaschenka.

Drei Femen-Mitglieder wurden nach eigenen Angaben von KGB-Geheimdienstleuten entfĂŒhrt, mit Verbrennung bedroht, geschoren und am Ende nackt und mit Öl ĂŒbergossen in einem Wald ausgesetzt.cite-ref-aktion-20dez2011-spon-64-0[64] Der Suizid von Oksana Schatschko im Jahr 2018 wird mit diesem Ereignis in Verbindung gebracht.cite-ref-65[65]

‱ Januar 2012: Aktion in Davos gegen das Weltwirtschaftsforum.cite-ref-aktion-28jan2013-tagesschau-sf-66-0[66]
‱ Internationalen Frauentag 2012: Protest in Istanbul gegen hĂ€usliche Gewalt in der TĂŒrkei.cite-ref-aktion-8aug2012-afp-67-0[67]
‱ Sommer 2012: Protest gegen die Teilnahme „frauenunterdrĂŒckender islamischer Staaten“ an den Olympischen Spielen in London.cite-ref-aktion-12aug2013-dlf-68-0[68]
‱ Dezember 2012: Protest zusammen mit Aliaa Magda Elmahdy vor der Ă€gyptischen Botschaft in Stockholmcite-ref-69[69]
‱ Am 29. Mai 2013 demonstrierten drei Femen-Mitglieder aus Frankreich und Deutschland mit beschrifteten nackten Oberkörpern vor einem Gericht in der tunesischen Hauptstadt Tunis gegen die Inhaftierung der tunesischen Femen-Aktivistin Amina SbouĂŻ.cite-ref-70[70] Die drei Aktivistinnen wurden festgenommen und zwei Wochen spĂ€ter zu vier Monaten Haft verurteilt.cite-ref-71[71]cite-ref-72[72] Am 26. Juni 2013 wurden die verhĂ€ngten Haftstrafen im Berufungsverfahren zur BewĂ€hrung ausgesetzt, und die drei Aktivistinnen konnten am Tag darauf Tunesien verlassen.cite-ref-73[73]cite-ref-74[74]
‱ Dezember 2013: FĂŒnf von Inna Schewtschenko angefĂŒhrte Aktivistinnen urinierten vor der ukrainischen Botschaft in Paris auf PortrĂ€tfotos von StaatsprĂ€sident Wiktor Janukowytsch, den sie als mit dem russischen PrĂ€sidenten Putin verbĂŒndeten Diktator bezeichneten.cite-ref-75[75]
‱ Mai 2015: Drei Femen-Aktivistinnen störten am Opernplatz in Paris eine Kundgebung des Front National. Dessen Parteichefin Marine Le Pen musste ihre Rede unterbrechen.cite-ref-76[76]
‱ September 2015: Zwei Femen Aktivistinnen störten eine Islam-Konferenz in Pontoise, auf der die „muslimische Frau“ geehrt werden sollte.cite-ref-77[77]

Bilder

Staatliches Vorgehen gegen Femen in der Ukraine

Die ukrainische Polizei fand am 27. August 2013 bei einer Razzia im Femen-BĂŒro in Kiew nach eigenen Angaben eine Pistole und eine Handgranate und leitete Ermittlungen wegen illegalen Waffenbesitzes ein. Femen warf den ukrainischen Behörden vor, die Waffen dort vorher deponiert zu haben, um einen Vorwand fĂŒr die Strafuntersuchung zu haben und sich auf diese Art an der Organisation rĂ€chen zu können.cite-ref-78[78]cite-ref-79[79] Am 31. August 2013 erklĂ€rten Hanna Huzol, Alexandra Schewtschenko und zwei weitere Aktivistinnen der Gruppe in diesem Zusammenhang, sie seien „aus Angst um ihr Leben und ihre Freiheit“ aus der Ukraine geflohen. Sie wĂŒrden ihre AktivitĂ€ten nun von Paris aus fortsetzen.cite-ref-80[80]cite-ref-81[81] Bereits im Juli 2013 hatte die Organisation mehrere gewaltsame Übergriffe auf ihre Aktivistinnen beklagt.cite-ref-82[82] Laut der SĂŒddeutschen Zeitung wurden drei Aktivistinnen, darunter Anna Huzol, und ein Fotograf wĂ€hrend eines Besuchs des russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin in der Ukraine festgenommen. Femen warf den SicherheitskrĂ€ften vor, die Aktivistinnen geschlagen zu haben.cite-ref-83[83]

Femen Germany e. V.

FEMEN Germany e. V. ist der deutsche Verein dieser internationalen Frauenprotestbewegung. Der deutsche Ableger der Bewegung wurde im September 2012 von Irina Khanova, Zana Ramadani, Hellen Langhorst und Klara Martens gegrĂŒndet.

Rezeption

In der GrĂŒndungsphase von Femen war die Rezeption der Organisation in den westlichen Medien fast einhellig positiv. So wurde z. B. herausgestellt, die Organisation kĂ€mpfe „gegen den Verfall ihres Landes und fĂŒr die Rechte der Frauen“.cite-ref-84[84]

Seitdem die Organisation regelmĂ€ĂŸig auch außerhalb der Ukraine spektakulĂ€re Aktionen durchfĂŒhrt, wurden zunehmend kritische Stimmen laut. Femen wurde unter anderem wiederholt vorgehalten, dass ihre Aktionen vor allem auf Medienwirksamkeit ausgerichtet seien, eine vertiefte inhaltliche Arbeit leiste die Gruppe nicht. Auch seien die Struktur und die Finanzierung der Organisation nicht transparent.cite-ref-85[85]cite-ref-86[86]cite-ref-87[87]

Seit 2012, dem GrĂŒndungsjahr des Frankreich-Ablegers als spĂ€terem Sitz des internationalen Hauptquartiers, hat Femen in den dortigen Medien große Aufmerksamkeit erzielt:cite-ref-88[88] In der Publikumswahl der „Frauen des Jahres“ des Magazins Elle kam die Gruppe auf Platz 20cite-ref-89[89] – dagegen 2013 nicht unter die ersten 50.cite-ref-90[90] Die Frauenbeilage der Tageszeitung Le Figaro stufte Inna Schewtschenko (direkt nach Angela Merkel) auf Platz 13 der 20 wichtigsten Frauen des Jahres 2012 ein (2013: Femen auf Platz 17).cite-ref-91[91]cite-ref-92[92]

Die spanische Tageszeitung El PaĂ­s fĂŒhrte Lara AlcĂĄzar, die GrĂŒnderin und AnfĂŒhrerin der Femen-Gruppe in Spanien, Ende 2013 in der Liste der „100 wichtigsten iberoamerikanischen Hauptpersonen des Jahres“.cite-ref-93[93]cite-ref-94[94] Ihre seit einem Jahr bestehende Gruppe hatte vor allem mit Protesten gegen eine VerschĂ€rfung des spanischen Abtreibungsgesetzes Aufmerksamkeit erzielt.cite-ref-95[95]cite-ref-96[96]

Feministische Rezeption der Gruppe

Die feministische Rezeption der Gruppe ist uneinheitlich. Bereits in der GrĂŒndungsphase wurde der Gruppe in der Ukraine von „akademischen“ Feministinnen ihre „sexistische Stilistik“ vorgehalten. Femen sei ein „Opfer des Patriarchats“ und könne keine eigenen Ziele festlegen.cite-ref-97[97]cite-ref-98[98] Seit der internationalen Ausweitung ihrer Aktionen hat die Gruppe bei Feministinnen in westeuropĂ€ischen LĂ€ndern Kontroversen ausgelöst.cite-ref-99[99] Nach Meinung von Alice Schwarzer liegt Femen mit ihren Methoden und Zielen „im Kern des Feminismus“, die Gruppe kĂ€mpfe „auf subversive Art und Weise fĂŒr zentrale feministische Anliegen“.cite-ref-100[100] Die Publizistin Hannah Wettig konstatierte hingegen bei Femen eine „sektenhafte, autoritĂ€re Struktur“. Die Gruppe fĂŒhre keine Diskurse, sondern stelle „immer gleiche Forderungen bar jeden Kontextes auf“.cite-ref-101[101] Kritisiert wurde eine Femen-Aktion in der Hamburger Herbertstraße, bei der die Aktivistinnen ein Transparent mit der Parole „Arbeit macht frei“ am Eingang anbrachten und Slogans wie „Sex-Sklaverei ist Faschismus“ und „Prostitution ist Genozid“ verbreiteten. Die Gruppe e*vibes aus Dresden bezeichnete in einem offenen Brief an Femen die Gleichsetzung von Prostitution mit dem Holocaust als „in keiner Weise tragbar“.cite-ref-102[102]cite-ref-103[103] Die Schweizer Publizistin Mona Chollet warf Femen in Le Monde diplomatique eine „Mischung aus intellektueller Faulheit und Arroganz“ vor und fasste ihre Haltung als „Pseudo-Feminismus“ zusammen, der weder feministische Substanz enthalte noch ĂŒber den Feminismus informiert sei.cite-ref-104[104]

Sabine Hark sieht Femen „als junge feministische Aktivistinnen, die weltweit in die BrĂŒche der Zeit intervenieren [...] und sich bewusst nicht-zeitgemĂ€ĂŸ verhalten. Der bei den Slut Walks und bei OneBillionRising von Femen und Pussy Riot vor allem angeschlagene Ton ist ein entschiedenes â€șNeinâ€č zu Sexismen jeglicher Art.“ Darin manifestiere sich eine kritische Haltung zur Welt, die unverkennbar AffinitĂ€ten mit Protestformen des Feminismus der 1970er Jahre aufweise.cite-ref-105[105]

Die ukrainischen Wissenschaftlerinnen Maria Mayerchyk und Olga Plakhotnik analysierten den Diskurs ĂŒber Femen in der Ukraine: „Mit parodistischen (manchmal sehr selbstironischen) Mitteln machen die Femen-Aktivistinnen ihre Körper komisch und ungeeignet fĂŒr verehrte traditionelle Frauenrollen, denn ihre öffentliche Entkleidung des Busens ironisiert alle „Busen“-Interpretationen der Weiblichkeit (vom Stillen der Babys bis hin zu erotischen Implikationen). Aus dieser Perspektive wird Femen als ein lokales postsowjetisches und postkoloniales Projekt gesehen. Die Aktivistinnen haben versucht, den Frauenkörper zu dekolonialisieren, der von der Gewinnlogik (im neoliberalen Diskurs) oder Reproduktion (in der neorechten Bewegung) usurpiert ist. [...] das alles provoziert eine ganze Welle von Skandal, KreativitĂ€t und Paradox, womit bestehende Theorien und ĂŒbliche soziale Praktiken stĂ€ndig zur Transgression gebracht werden.“cite-ref-106[106]

Kritik von Muslimas

Die von Femen Anfang April 2013 durchgefĂŒhrten Aktionen gegen die „UnterdrĂŒckung der Frauenrechte in islamischen LĂ€ndern“ fĂŒhrten zu kritischen Reaktionen von Musliminnen. Unter anderem wurde Femen vorgehalten, zu pauschal von einer UnterdrĂŒckung der Frauen im Islam zu sprechen und Muslimas als hilflose Gruppe darzustellen, die es von außen zu emanzipieren gelte.cite-ref-107[107] Als Reaktion auf den von Femen initiierten Topless Jihad Day wurde die Online-Kampagne Muslimah Pride Day gestartet.cite-ref-taz-befreien-2-1[2]cite-ref-108[108] Die tunesische Frauenrechtsbewegung kritisierte die Aktion in Tunis vom 29. Mai 2013 als kontraproduktiv. Die Feministin und OppositionsfĂŒhrerin Maya Jribi appellierte: „Femen, bitte lasst uns in Ruhe, ihr riskiert, alles kaputt zu machen, wofĂŒr wir gekĂ€mpft haben!“cite-ref-109[109] Die nigerianisch-britische Publizistin Bim Adewunmi kritisierte, die Femen-Aktivistinnen betrachteten die Menschen im Nahen Osten und in Afrika offenbar als „unglĂŒckliche und hilflose Kinder,“cite-ref-110[110] Femens unmittelbare Übertragung eigener kulturell geformter Sichtweisen und Methoden auf völlig andere kulturelle Kontexte und BedĂŒrfnisse sei „widersprĂŒchlich“ und „imperialistisch“.cite-ref-111[111]

Kontroverse um Rolle von Wiktor Swjatskyj

Im MĂ€rz 2012 hatte die ukrainische Journalistin Jaroslawa Koba, die zwei Monate lang der Gruppe angehörte, erstmals behauptet, dass ein Mann, nĂ€mlich der Ukrainer Wiktor Swjatskyj (andere Schreibweise u. a. „Viktor Swjazkij“) der PR-Manager von Femen sei.cite-ref-112[112] Im MĂ€rz 2013 schrieb die Schweizer Journalistin Martine Brocard in einem Artikel fĂŒr die Sonntagszeitung, Femen werde von Swjatskyj „gesteuert“. In der Regel seien es seine Ideen, welche die Gruppe umsetze, wobei seine Rolle von Femen systematisch verleugnet werde.cite-ref-113[113] Bei den Filmfestspielen von Venedig 2013 stellte die Australierin Kitty Green in Anwesenheit der fĂŒhrenden Femen-ReprĂ€sentantinnen ihren Dokumentarfilm „Ukraine Is Not a Brothel“ (Die Ukraine ist kein Bordell) ĂŒber Femen vor, fĂŒr den sie die Aktivistinnen 14 Monate lang in Kiew und auf Reisen begleitet hatte.cite-ref-114[114]cite-ref-115[115] Die in dem Film erneut aufgestellte und durch Interviewaussagen bekrĂ€ftigte Darstellung, Swjatskyj sei treibende Kraft bei der GrĂŒndung der Gruppe gewesen und habe die Femen-Frauen in der Folge in autoritĂ€rem Stil gefĂŒhrt und kontrolliert,cite-ref-116[116] sorgte aufgrund des Widerspruchs zur erklĂ€rten feministischen Ideologie der Gruppe fĂŒr eine umfangreiche Medienrezeption. Der Einfluss von Swjatskyj auf die Gruppe war bis dahin von den Femen-Aktivistinnen in ihren zahlreichen Äußerungen zur Organisation weitgehend verschwiegen worden – er galt lediglich als ein „politischer Berater“cite-ref-117[117] – auch die Femen-Aktivistinnen in den Ablegern in Frankreich und Deutschland waren ĂŒber Swjatskyjs Rolle vor der Premiere des Films nicht informiert.cite-ref-schulz-118-0[118]cite-ref-119[119] Alexandra und Inna Schewtschenko bestĂ€tigten die zeitweise Rolle Swjatskyjs als eines „Patriarchen“. Die Gruppe habe von ihm wĂ€hrend der ersten Jahre ihres Bestehens profitiert. Die Zusammenarbeit mit Swjatskyj sei bereits im Juni 2012 beendet worden. Die Femen-Aktivistinnen hĂ€tten sich erfolgreich von ihm „befreit“ und ihre Äußerungen im Dokumentarfilm seien als eine „Beichte“ zu verstehen.cite-ref-schulz-118-1[118]cite-ref-120[120]cite-ref-121[121] Hanna Huzol sagte, Swjatskyj habe die Gruppe auf ihre Bitte hin verlassen und sich entschuldigt. Er sei noch ein Freund, kontrolliere die Gruppe aber nicht mehr.cite-ref-122[122] In einem spĂ€teren Interview widersprach Swjatskyj der Darstellung seiner Person als „Tyrann der Frauengruppe“ und gab an, es habe sich dabei um eine Inszenierung auf Vorschlag der Regisseurin gehandelt, „um den Film spannend zu machen“.cite-ref-123[123] Er sei jedoch nicht mehr Teil des „Gemeinschaftsprojekts“ Femen: „Femen hat ein kleines Patriarchat schon abgeschĂŒttelt, nĂ€mlich mich. Jetzt kĂ€mpfen die Frauen weiter gegen das große Patriarchat.“cite-ref-124[124]

Bewegung „Les Antigones“ in Frankreich

Anfang 2013 bildete sich in Frankreich eine von Femen inspirierte, aber deren Methoden und Ziele ablehnende Gruppe junger konservativer Frauen, die seit Mai 2013 unter dem Namen „Les Antigones“ öffentlich in Erscheinung trittcite-ref-125[125]cite-ref-126[126] und dem Mouvement Identitaire der französischen Neuen Rechten sowie der katholischen Kirche nahesteht.cite-ref-emptaz2013-127-0[127] Zwischen April und Mai nahm ein Antigones-Mitglied verdeckt an sechs wöchentlichen Femen-Trainingssitzungen teil, um die Gruppe von innen kennenzulernen.cite-ref-128[128] Im Mai 2013 versammelten sich in Paris mehrere Dutzend Antigones-Aktivistinnen zu einer gegen Femen gerichteten Protestdemonstration, bei der sie der Gruppe „totalitĂ€re und manipulative Methoden“ vorwarfen und die Ausweisung der ukrainischen FĂŒhrungsfiguren in ihr Heimatland verlangten.cite-ref-129[129] Femen bezeichneten die Teilnehmer des auf das Femen-Hauptquartier gerichteten Demonstrationszugs ĂŒber Twitter als „kleine Neonazis“ („petits nazillons“).cite-ref-guinhut-130-0[130] Die im Internet verbreitete Protest-Videobotschaft der Antigones an Femen, in der sie sich in Abgrenzung zum aggressiv-provozierenden Erscheinungsbild der Femen-Aktivistinnen einheitlich in „feminine“, unschuldig-weiße Kleider hĂŒllten, wurde von den französischen, spĂ€ter auch von internationalen Medien aufgegriffen und die Gruppe als „Anti-Femen“ bezeichnet.cite-ref-guinhut-130-1[130]cite-ref-131[131] Im MĂ€rz 2013 hatte bereits ein Dutzend AnhĂ€ngerinnen der rechtsextremen Splitterpartei Renouveau français (RF) das Femen-Hauptquartier betreten und sich dort beim Abhalten einer Protestaktion gefilmt, die sie unter anderem als Antwort auf das Eindringen der Femen-Aktivistinnen in katholische RĂ€ume verstanden wissen wollten.cite-ref-132[132]

Dokumentarfilme

‱ Kitty Green: Ukraine Is Not a Brothel: The Femen Story. (Australien/Ukraine 2013), 67 Minutencite-ref-133[133]
‱ Caroline Fourest und Nadia El Fani: Nos seins, nos armes! (Frankreich 2013), 68 Minutencite-ref-134[134]
‱ Joseph Paris: Naked War (Frankreich 2014), 58 Minutencite-ref-135[135]
‱ Alain Margot: Femen – Mit Leib und Seele (Schweiz 2014, Originaltitel: Je suis Femen), 95 Minutencite-ref-136[136]

Literatur

‱ Galia Ackerman, Anna Hutsol, Inna Chevtchenko, Oksana Chatchko, Sacha Chevtchenko: Femen. Calmann-LĂ©vy, 2013, ISBN 978-2-7021-4458-9 (französisch).
‱ Jeffrey Tayler: Topless Jihadis: Inside Femen, the world’s most provocative activist group. Atlantic Books, Washington D. C. 2013, ISBN 978-0-9887831-6-4 (E-Book)
‱ Caroline Fourest: Inna. Grasset & Fasquelle, Paris 2014, ISBN 978-2-246-80732-2.

Weblinks

Commons

: FEMEN

– Sammlung von Bildern

‱ femen.org Offizielle Webseite (englisch)
‱ Jessica Zychowicz: Two Bad Words: FEMEN & Feminism in Independent Ukraine. In: Anthropology of East Europe Review 29(2) Herbst 2011 (englisch)
‱ »MĂŒhen der Ebene« contra »Glamour-Feminismus«, aus ukraine-analysen, Nr. 77, Juni 2010 (PDF; 1,2 MB)
‱ Alle fĂŒrchten sich vor unseren BrĂŒsten, Interview mit der Femen-Aktivistin Inna Schewtschenko von Stefan Draschan im Standard, 28. MĂ€rz 2011
‱ Am Ende steht das Matriarchat, Interview mit Alexandra Schewtschenko, erschienen am 12. Juni 2012 in Zeit Online

Einzelnachweise

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cite-note-taz-befreien-22. ↑ Cigdem Akyol: „Du brauchst mich nicht zu befreien“ In: die Tageszeitung, 28. April 2013.
cite-note-33. ↑ FEMEN
cite-note-44. ↑ Tanja Stelzer: Die neuen Nackten. In: Die Zeit. 29. MĂ€rz 2012, ISSN 0044-2070 (zeit.de).
cite-note-55. ↑ Ulrich Greiner: Die neuen Nackten. In: Die Zeit. 6. MĂ€rz 2014, ISSN 0044-2070 (zeit.de).
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